Pädagogisches Konzept


Das Pädagogische Konzept umschreibt die Grundsätze im Umgang mit den betreuten Kindern. Untenstehend finden Sie das Konzept in Kurzform. Das komplette Konzept kann unter folgendem Link angeschaut werden.

 

1. Pädagogische Grundsätze

Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit und hat ein Recht auf Wertschätzung und respektvolles Entgegenkommen.

Im Alltag begleiten wir jedes Kind individuell und fördern es in seiner emotionalen, motorischen und sprachlichen Entwicklung. Vor allem legen wir grossen Wert darauf, die persönlichen Ressourcen zu stärken. Das Kind kann im eigenen Tun die Fähigkeiten und vielfältigen Erfahrungen im geschützten und vorbereiteten Rahmen erleben und erlernen. Dies führt zu einem wichtigen Prozess in der Entwicklung des Kindes, denn es stärkt das Selbstwertgefühl und die Selbständigkeit wird gefördert.

Wir unterstützen das Kind entsprechend seiner Entwicklung ohne es unter Druck setzen zu wollen. Durch die Altersdurchmischung der Gruppen lernen die Kinder viel voneinander.

Der Tag wird abhängig von den Bedürfnissen und Interessen der Kinder abwechslungsreich gestaltet. Gezielte Aktivitäten in der Gesamt- oder Teilgruppe und auch das Freispiel ermöglichen den Kindern verschiedene Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten. Vertraute Strukturen, geregelter Tagesablauf und Rituale, sowie Regeln geben dem Kind Sicherheit und helfen ihm, sich im Alltag zu Recht zu finden. Wir begleiten die Kinder dabei, sich in der Gemeinschaft zu bewegen, sich zu behaupten, Rücksicht zu nehmen, einander zu helfen und vor allem die entstehenden Konflikte verbal und ohne Gewalt zu lösen.

Um den Kindern Vertrautheit zu bieten, muss das Kind sicher 20% (ein ganzer Tag pro Woche) die Kita Diabolo besuchen.

 

2.  Ziele

Ausgangspunkt für unsere Arbeit mit den Kindern ist der individuelle Entwicklungsstand der Kinder und die Situation, in der sie sich aktuell befinden. Aufgabe der Kita Diabolo ist es, die Kinder in ihrer Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz zu fördern. Dies erreichen wir, indem ein anregendes und altersentsprechendes Umfeld geschaffen wird, das neue Erfahrungen im Alltag erlaubt.

 

3. Eingewöhnung

Der Übergang aus der Familie in die Kita ist für alle Beteiligten eine schwierige Phase. Viele neue Eindrücke wirken auf das Kind ein. Es muss sich einer neuen Umgebung anpassen, andere Räume, ein veränderter Tagesablauf und Beziehungen zu fremden Personen und Kindern aufbauen. Um diese grosse Herausforderung zu meistern, ist eine gut geplante Eingewöhnung wichtig.

In der Regel dauert die Eingewöhnung 2 – 3 Wochen, bis sich das Kind in der neuen Umgebung zurechtfindet und wohl fühlt. Bei manchen Kindern dauert es weniger lang, bei anderen länger. Wir orientieren uns für die Dauer am Verhalten des Kindes und an dessen Bedürfnissen.

Zu Beginn findet mit der Kitaleiterin ein Eintrittsgespräch statt. In dieser Zeit erhalten die Eltern die Gelegenheit, die Kita über Gewohnheiten, Eigenheiten und Bedürfnisse des Kindes zu informieren. Zusammen wird die Eingewöhnungszeit Schritt für Schritt geplant.

In den ersten Tagen kommt ein Elternteil mit dem Kind 1 – 2 Stunden in die Kita. Die Zeiten werden, langsam und je nach Befinden des Kindes, immer ein wenig verlängert. Es folgen Trennungsphasen, in denen das Kind alleine in der Kita bleibt, die Eltern aber immer telefonisch erreichbar sind. Die Eingewöhnungszeit ist beendet, wenn sich das Kind ohne viel Tränen von den Eltern trennen kann und sich von der Betreuerin trösten lässt. Der Abschied vom Kind ist sehr wichtig. Die Eltern sollten sich bewusst und konsequent verabschieden. Zusammen mit dem Kind und den Eltern sucht die Betreuerin ein entsprechendes Abschiedsritual wie z.B. Winken am Fenster oder ähnliches.

 

4. Bezugspersonenarbeit

Kinder brauchen überall mindestens eine vertraute, verlässliche und verfügbare Bezugsperson, um sich zugehörig zu fühlen.

Die Kinder werden in der Kita Diabolo von der Person eingewöhnt, die die Kindergruppe am jeweiligen Tag betreut, an dem das Kind in der Kita ist. Die Kinder werden von einem konstanten Betreuungsteam betreut. Wenn das Betreuungsteam auf Aushilfen angewiesen ist aufgrund einer Abwesenheit, werden die Dienste so geplant, dass wenn möglich zu jeder Zeit eine Betreuungsperson des vertrauten Teams anwesend ist.

Die Betreuungspersonen nehmen Bedürfnisse der Kinder feinfühlig wahr, indem sie die Kinder und deren Befindlichkeit beobachten, auf Emotionen reagieren und Bedürfnisse wie Hunger, Durst, Müdigkeit, volle Windeln usw. wenn möglich sofort stillen. bei Unwohlsein oder negativen Emotionen wird Trost gespendet. Die Betreuungspersonen zeigen beziehungsförderliches Verhalten, indem sie für die Kinder verfügbar sind, Interesse am Kind und seiner Befindlichkeit zeigen, aktiv zuhören und sofort auf Signale des Kindes reagieren.

 

5. Elternarbeit

Die wichtigsten Bezugspersonen des Kindes sind die Eltern. Das Kind bewegt sich in zwei verschiedenen Welten – in der Welt der Familie und in der Welt der Kita Diabolo. Damit sich das Kind an beiden Orten wohlfühlt, ist ein regelmässiger, offener und konstruktiver Austausch zwischen Eltern und Betreuungspersonen notwendig. Voraussetzung dafür ist eine gute Vertrauensbasis, die in der Phase der Eingewöhnung des Kindes zu entstehen beginnt. Um auf Besonderheiten von Kindern eingehen zu können, ist das Team auf Rückmeldungen und Informationen der Eltern angewiesen. Einmal jährlich findet ein Elternabend, mit allen Eltern und dem ganzen Team, statt. Die Eltern werden über aktuelle Themen informiert und erhalten die Möglichkeit, dem Team Anregungen und / oder Veränderungsvorschläge mitzuteilen.

Elterngespräche, bei denen es um die Entwicklung der Kinder geht, werden bei Bedarf oder auf Wunsch der Eltern hin gerne durchgeführt.

Formen der Elternarbeit in der Kita Diabolo:

  • Tür- und Angelgespräche
  • Elterngespräche (nach Terminvereinbarung)
  • Elternanlässe (Elternabend, Sommerfest, Latärndliumzug)
  • Elterninformationsbriefe
  • Infowand

 

6. Teamarbeit

Die individuellen Stärken aller Teammitglieder sind uns wichtig.

Unsere Zusammenarbeit ist von Toleranz, Ehrlichkeit, Vertrauen, Geduld und Offenheit füreinander geprägt. Jede Person übernimmt Eigenverantwortung und reflektiert eigene Werte und Handlungen, damit jede in ihrer echten Haltung den Kindern und dem Team begegnen kann.

Regelmässig treffen sich die Gruppenleiterin und Kitaleiterin zu einer Teamsitzung. In der Gruppe findet ebenfalls jede Woche eine Sitzung statt, bei der Gruppenziele, Regeln, Rituale, Projekte, Praktikumsaufträge und Aktivitäten besprochen und geplant werden. Durch Austausch im Team und gezielte Weiterbildungen entwickeln wir unsere pädagogische Haltung.

 

7. Gruppenzusammensetzung und Grösse

In der Kita Diabolo werden pro Tag bis zu 6 Kinder ab 4 Monaten bis zum Scguleintritt, auf einer altersgemischten Gruppe betreut. Eine zuverlässige und fachkompetente Betreuung ist in der Kita Diabolo oberstes Gebot.

 

8.  Alltag und Gestaltung der Übergänge

Ein strukturierter Tagesablauf hilft den Kindern sich zu orientieren und bietet Sicherheit. Wir pflegen die Begegnung miteinander, denn gemeinsame Erlebnisse stärken den Zusammenhalt. Uns ist es wichtig, den Kindern Grenzen und Regeln aufzuzeigen und diese einzuhalten. Sinnvolle und übersichtliche Regelungen bieten dem Kind Halt und Sicherheit und schützen zudem vor Gefahren. Im Gegenzug wollen wir auch Freiräume geben, um den Kindern zu lernen, verantwortungsvoll und selbständig mit sich selbst und dem Leben umzugehen.

Rituale sind in der Kita Diabolo ein fester Bestandteil des Tagesablaufes. Sie bieten den Kindern Sicherheit, da sie immer wieder gemeinsam erlebt werden.

Kinder müssen auf anstehende kleine und grosse Veränderungen vorbereitet werden und bei Übergängen begleitet werden. Im Kita Alltag erleben die Kinder verschiedene Übergangsphasen wie Bringen und Abholen, vom Znüni zum freien Spiel, vom Zähneputzen zur Mittagsruhe usw. Diese Übergänge sind wichtige Punkte im Kita Alltag und geben eine Tagesstruktur. Mit diesen wiederholten Erlebnissen ergibt sich ein Ritual und stärkt das Gefühl der Gemeinschaft. Die Übergänge müssen sorgfältig durchdacht sein und den Bedürfnissen der Gruppe, wie auch der einzelnen Kinder entsprechen. Sie sollen Geborgenheit und Schutz gewährleisten. Die Betreuerinnen haben die Aufgabe, die Übergangszeiten so zu strukturieren, dass alle Kinder sich in dieser Phase neu einfinden können.

Kleine Übergänge im Alltag werden ritualisiert gestaltet, mit möglichst immer dem gleichen Ablauf und mit Einbezug der Kinder. Dies kann das Mittagessen sein, bei dem wir immer vor dem Essen ein Lied singen. Grosse Übergänge werden gemeinsam mit dem Kind / den Eltern gestaltet und wenn möglich mit einem Ritual begleitet (Eingewöhnung, Austritt, Kitawechsel, Personalwechsel). Die Kinder werden sorgfältig informiert und auf den Wechsel vorbereitet.

Während eines Übergangs wird das betreffende Kind von der Betreuerin besonders aufmerksam beobachtet und begleitet, um auf Reaktionen wie Überforderung möglichst schnell reagieren zu können.

 

9. Freispiel

Beim Freispiel können die Kinder innerhalb der vorgegebenen Rahmenbedingungen selber entscheiden, was, mit wem, wie lange und wo sie spielen möchten. Hierbei können sie ihre Interessen erkennen und entwickeln. Unsere Aufgabe ist es, den Kindern ein vielseitiges und attraktives Angebot bereitzustellen. Die Betreuerin hat die Rolle der Beobachterin, gibt Impulse und greift notfalls unterstützend ein. Das geführte Spiel wird notwendig, wenn Kinder Schwierigkeiten haben, sich selbst zu beschäftigen oder wenn sie Mühe haben, sich in die Gruppe zu integrieren. Die Betreuerin beginnt das Spiel und bezieht die Kinder mit ein, damit sie Kontakt zu den anderen Kindern bekommen und Spass am Spielen gewinnen.

 

10. Aktivitäten

Aktivitäten sind geführte Spiele oder Betätigungen. Sie ermöglichen den Kindern die Auseinandersetzung mit Themen, die für sie aktuell und bedeutsam sind. Ziel der Aktivitäten sind Erfahrungen, die für die Kinder anregend sind und für deren Entwicklung als förderlich erachtet werden.

 

11. Bewegung und Ruhephasen

Bewegung gehört zu den elementaren Ausdrucksformen der Kinder. Sie rennen und springen, steigen und klettern, schaukeln und balancieren, wo immer sie dazu Gelegenheit haben.

Die ersten Lebensjahre sind dem Ziel gewidmet, Kontrolle über den Körper zu gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sich Kinder bewegen können. Der Aufenthalt im Freien, ein Spaziergang oder Bewegungsspiele gehören bei uns zum täglichen Ablauf. Eine Balance zwischen Bewegung und Erholung führt zu einem höheren Wohlbefinden. Jedes Kind hat dabei seinen eigenen Rhythmus.

Der Schlaf ist eine der wichtigsten Ruhephasen. Im Schlaf werden Erlebnisse der Wachphase verarbeitet. Die Kita Diabolo bietet den Säuglingen und kleineren Kinder genügend Raum, um ihren Schlaf – Wachrythmus individuell zu gestalten.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten die Kinder zur Ruhe zu führen. Mit geeigneten Geschichten, Ritualen oder einer bewusst gewählten Auszeit in einer ruhigen Ecke, kann die nötige Ruhe herbeigeführt werden. Die Mittagszeit wird individuell je nach Bedürfnis des Kindes gestaltet. Der Übergang in die Ruhephase wird liebevoll und ruhig gestaltet, um den Kindern die Entspannung zu erleichtern. Die älteren Kinder, die nicht schlafen, ruhen sich im Gruppenraum in der Kuschelecke oder auf deren eigenen Matratze aus. Sie können Bilderbücher betrachten, ein Hörspiel anhören oder leise beruhigende Musik hören. Die Kinder haben die Möglichkeit, persönliche Gegenstände wie Nuggi, Nuschi oder Plüschtiere von zu Hause mitzubringen.

Ruheecken oder das Schlafzimmer ermöglichen es den Kindern, das Bedürfnis nach Ruhe und Geborgenheit zu erfüllen. Jedes Kind hat die Möglichkeit, sich auch ausserhalb der Mittagszeit zurückzuziehen und zu erholen, wenn es dies benötigt.

 

12. Räumlichkeiten

Die Räumlichkeiten der Kita Diabolo sind so eingerichtet, dass sie dem Kind die Möglichkeit bieten, seinem individuellen Bedürfnis nachzukommen. Wir bieten den Kindern Räume, welche sie aktiv mit- und umgestalten können. Das Spielmaterial befindet sich auf der Höhe der Kinder, damit sie es selbst erreichen können. Die Kita Diabolo arbeitet mit bewusst ausgewähltem Spielmaterial. Auch für Säuglinge steht anregendes Spielmaterial zur Verfügung.

 

13. Natur

Wir erleben die Natur mit den Kindern sehr bewusst und beziehen sie in den Kitaalltag mit ein. Dazu gehören Spaziergänge, Ausflüge in den Wald und Besuche auf dem Spielplatz. Ausserdem lernen wir die verschiedenen Tiere kennen, die im Wald und der Natur leben.

 

14. Essen und Trinken

Essen und Trinken sind Grundbedürfnisse des Menschen, die in der Kita Diabolo mit einem vollwertigen, frischen und saisongerechten Angebot befriedigt werden. Bei Säuglingen wird der individuelle Essens- und Trinkrythmus beachtet. Um Unverträglichkeiten vorzubeugen, wird die Schoppen- und Breinahrung für Kinder unter 12 Monaten von den Eltern mitgebracht.

Kinder sollen Freude am Essen haben und dies als etwas Lustvolles und Angenehmes erleben.

Täglich werden Frühstück, Znüni, Mittagessen, Gemüserunde und Zvieri angeboten.

Wir legen grossen Wert auf gemeinsame Mahlzeiten. Bei der ruhigen und entspannten Atmosphäre während dem Essen, können die Kinder das Essen geniessen und mit den anderen Kindern und Betreuerinnen ins Gespräch kommen.

Esssituationen sind durch ihre Regelmässigkeit im Tagesablauf auch Orientierungspunkte für die Kinder.

 

15.  Hygiene und Körperpflege

Eine wichtige Voraussetzung für die Gesundheit und Entwicklung des Kindes ist die Körperpflege. Säuglinge und Kleinkinder sind dabei auf die Fürsorge und Unterstützung der Erwachsenen angewiesen. Wir begleiten die Kinder beim Händewaschen, Zähne putzen, Wickeln, Toilettengänge und unterstützen sie dem Alter entsprechend in ihrer täglichen Körperpflege. Sie werden durch Zuschauen und Nachahmen ihrem Entwicklungsstand entsprechend zur eigenständigen Körperpflege motiviert. Es ist uns ein Anliegen, dass die Kinder lernen, ihren Körper bewusst wahrzunehmen. Das Kind soll die Pflege seines Körpers als etwas Angenehmes erleben.

 

16. Säuglingsbetreuung

Säuglinge haben ein besonderes Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit. Wir sehen jeden Säugling als eigenständige Persönlichkeit und ermöglichen ihm viel Zeit zum Spielen, sowie Zeit für das Erlernen sämtlicher motorischer Fähigkeiten, sodass der Säugling in seinem eigenen Rhythmus und Tempo lernen kann. Wir nehmen uns viel Zeit für die Beziehungsarbeit (wickeln, schlafen legen, Flaschen und Essen geben) und behandeln den Säugling liebevoll und mit Respekt. Wir geben ihm Sicherheit und Orientierung und die Möglichkeit, seine Umgebung zu erforschen und Erfahrungen mit verschiedenen Materialien zu machen. Wir geben dem Säugling klar strukturierte, einfache und leicht verständliche Abläufe und bieten ihm genügend Rückzugsmöglichkeiten.

Die Räume sind so gestaltet, dass auch Säuglinge Ihren Platz finden. Eine altersgemischte Gruppe bietet den Säuglingen die Möglichkeit, sich in einer Kindergruppe zu integrieren und sich wohl zu fühlen. Die Säuglinge haben die Möglichkeit, sich je nach Bedarf im Gruppengeschehen zu integrieren oder sich mit einer Betreuerin zurückzuziehen. Es wird jederzeit auf die Sicherheit und das Wohlbefinden der Säuglinge geachtet, insbesondere wenn auch ältere Kinder mit im Raum sind. Interaktionen mit den grösseren Kindern sollen stattfinden, jedoch immer mit einer Aufsichtsperson, welche das Geschehen beobachtet.

Für die Säuglinge wird das altersentsprechende Spielmaterial für sie zugänglich bereitgestellt. Wir achten darauf, auch wertlose Materialien zu verwenden, welche den Säuglingen neue Impulse geben und ihre Fantasien fördern. Die Kita bietet ein anregendes und sicheres Umfeld, mit spannenden und abwechslungsreichen Entdeckungsmöglichkeiten. Dies ermöglicht den Kindern ihre Umgebung mit allen Sinnen zu erforschen.

Die Kita legt besonderen Wert darauf, dem Säugling vielseitige Bewegungs -möglichkeiten zu ermöglichen. Durch gezielte Beobachtungen nimmt die Betreuungsperson das Bedürfnis nach Bewegung wahr und bietet dem Säugling den entsprechenden Raum zum Ausleben.

Säuglinge haben einen sehr individuellen Tagesrhythmus, auf den die Betreuerinnen eingehen und welchen sie für die Eltern dokumentieren. Wir führen Babytagebücher, indem täglich die Esszeiten & Essensmengen, Schlafzeiten & Schlafdauer, die Aktivitäten und besondere Vorkommnisse festgehalten werden. Am Abend folgt eine Übergabe mit allen Informationen an die Eltern oder Bezugspersonen.

Bei uns haben die Mütter die Möglichkeit, ihr Säugling trotz Kitastart weiterhin zu stillen oder abgepumpte Muttermilch mitzugeben. Eltern bringen sämtliche Säuglingsnahrung selbst mit und die Betreuerinnen erwärmen diese schonend. Flaschen und Nuggis werden regelmässig sterilisiert.

Der Essplan wird beim Eintritt und auch danach immer wieder mit den Eltern besprochen. Bei den Säuglingen übernehmen die Betreuungspersonen den Rhythmus von zu Hause. Es ist wichtig, dass den Säuglingen die Gelegenheit gegeben wird, selbständig und auch mit den Händen zu essen und somit ihre ersten Sinneserfahrungen mit dem Essen zu machen. Der Übergang vom Brei zur festen Nahrung geschieht individuell und in Absprache mit den Eltern

Eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung des Kindes ist ausreichend Schlaf. Jeder Säugling hat seinen eigenen Schlaf - und Tagesrhythmus. Im Wechsel zur Aktivphase folgt eine Ruhephase. Die Betreuungspersonen richten den Schlafraum einladend und gemütlich ein und gehen auf die individuelle Schlafgewohnheit ein. Die Säuglinge haben immer die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, wenn sie von den verschiedenen Reizen ermüden.

Handlungen mit dem Säugling, wie z.B. Wickeln, werden sprachlich begleitet (benennen von Abläufen, Gegenstände und Handlungen). So schenken die Betreuerinnen dem Säugling Zuwendung und Aufmerksamkeit über die Sprache. Auch bei Säuglingen wird auf eine korrekte Sprache geachtet und Gegenstände nicht in verkindlichter Sprache benannt.

Auf die Wahrung der Intimsphäre wird grossen Wert gelegt. Beim Säugling wird die Körperpflege von einer vertrauten Betreuungsperson übernommen. Eine regelmässige Körperhygiene wird sichergestellt. Die Betreuungsperson nimmt sich viel Zeit für die Körperpflege und Hygiene des Säuglings und achtet auf eine ruhige Atmosphäre in geschützter Umgebung.

 

17. Verhalten in Krisen - und Gefährdungssituationen

Jedes Kind benötigt individuelle Zuwendungen und angepasste Unterstützung in Krisensituationen. Die Betreuerinnen haben die Aufgabe, die Signale der Kinder wahrzunehmen und Anzeichen von Schwierigkeiten im Zusammenhang zu verstehen. Es ist wichtig auf das Kind einzugehen und seine Gefühle in Worten wiederzugeben und dem Kind Verständnis entgegenzubringen.

Oft hilft eine Fallbesprechung im Team zum besseren Verstehen des Kindes und um die notwendigen individuellen Hilfestellungen für das Kind zu erörtern.

Eltern sollen dabei miteinbezogen werden.

Entstehen in der Betreuungsarbeit schwierige Situationen oder es gibt Hinweise darauf, dass ein Kind gefährdet sein könnte durch Betreuungspersonen, die

Familie / das soziale Umfeld oder durch andere Kinder der Betreuungseinrichtung werden je nach Situation und Schwere der Hinweise Beobachtungen und Vorfälle genau dokumentiert. In jedem Fall wird die Kitaleiterin über die Hinweise, Beobachtungen und die Situation informiert Diese entscheidet, ob und welche Fachstellen involviert und zur Beratung beigezogen werden.

Die Eltern können sich jederzeit bei der Kitaleiterin melden, wenn sie mit bestimmten Betreuungssituationen nicht zufrieden sind oder wenn sie den Verdacht haben, dass ein Kind gefährdet sein könnte.

 

18. Prävention von physischen, psychischen und sexuellen Grenzverletzungen

Das Kitapersonal ist verpflichtet den ihnen anvertrauten Kindern Schutz zu bieten, um so das Wohlergehen von jedem Kind zu ermöglichen. Das Personal überschreitet die Grenze der tolerierten Nähe nicht und wahrt die nötige Distanz zu den Kindern. Es wird ein natürlicher und herzlicher Umgang gepflegt, jedoch soll der Impuls für körperliche Nähe (z.B. auf den Schoss sitzen, umarmen usw.) vom Kind aus kommen. Küsse oder andere Handlungen mit sexuellem Charakter sind nicht erlaubt. Das Recht der Kinder auf Privats - und Intimsphäre wird berücksichtigt und die Kinder können im Alltag mitbestimmen.

Wir legen Wert auf eine liebevolle Betreuung ohne Druck und Zwang. Das Machtverhältnis wird nicht missbraucht und auch Gewalt in jeglicher Form wird in unserer Kita nicht toleriert. Die Kinder werden nur von vertrauten Personen gewickelt oder aufs WC begleitet. Wenn das Kind von einer Person nicht gewickelt werden möchte, wird dies respektiert. Das Badezimmer bietet die nötige Intimsphäre, bei Pflegesituationen bleibt die Türe jedoch immer offen und die andere Betreuerin ist informiert. Das anale Fiebermessen oder das anale Verabreichen von notwendigen Medikamenten wird wenn möglich vermieden. Jede Mitarbeitende der Kita Diabolo ist verpflichtet, alle 2 Jahre einen einwandfreien Strafregisterauszug vorzuweisen.

Bei herausfordernden Betreuungssituationen oder Hinweisen auf Verstösse gegen das Konzept wenden sich die Mitarbeitenden an die Kitaleiterin. Das weitere Vorgehen wird anschliessend gemeinsam besprochen.

 

19. Sprachförderung

Für den Menschen ist die Sprache das wichtigste Kommunikationsmittel. Denn durch die Sprache kann man die Gedanken, Gefühle, Wünsche und Informationen übermitteln.

Ein sorgsamer und vielseitiger Umgang mit Sprache ist eines der wichtigsten pädagogischen Werkzeuge. Das Kind erweitert beim Formulieren von Fragen ebenso wie beim Entwickeln von Antworten sein Wissen über sich und die Welt.

Wir sprechen in der Kita Diabolo Schweizerdeutsch. Somit haben fremdsprachige Kinder die Möglichkeit, sich mit dieser Sprache auseinander zu setzen. Sie können zunächst den passiven, später auch den aktiven Wortschatz erweitern.

Wir fördern die Sprache, indem wir im Kitaalltag Versli, Lieder, Kreisspiele, Bilderbücher, Fingerspiele, Wortspiele, Geschichten und Rollenspiele integrieren. Der Austausch der Kinder untereinander wird gefördert durch Gruppenaktivitäten und einem gemeinsamen Austausch über Erlebtes. Wir lassen die Kinder ausreden und beantworten den Kindern alle Fragen altersgerecht. Wir sind immer bemüht mit den Kindern eine saubere Aussprache zu pflegen und Gegenstände korrekt und nicht in verkindlichter Sprache zu benennen. So wird der Wortschatz auf natürliche Weise erweitert.

 

20. Integration

Die Kita ist ein Ort, an welchem sich Menschen verschiedener Nationen treffen. Bei uns in der Kita wird jedes Kind so wie es ist respektiert und ist gerne Willkommen. Durch spezifische kleinere und grössere Projekte werden die unterschiedlichen Kulturen immer wieder gewürdigt und den Kindern eine Toleranz gegenüber anderen Kulturen vermittelt.

 

21. Qualitätsentwicklung

Die Qualität unserer pädagogischen Arbeit wird laufend kontrolliert und wo notwendig, angepasst. Wir besuchen regelmässig Weiterbildungen, überprüfen unsere Konzepte und passen diese wenn nötig an, machen Teamsitzungen und Qualifikationsgespräche mit allen Mitarbeiterinnen und führen regelmässig Elternumfragen durch. Wir sind bestrebt, in allen Bereichen qualitativ hochstehende Kinderbetreuung zu gewährleisten.

Die Kita Diabolo erfüllt die Qualitätsvorgabe der Gemeinde und vom Kanton. Die Einhaltung der Vorgaben werden seitens der Behörden regelmässig überprüft (Aufsichtsbesuche durch die Gemeinderätin Bereich Soziales, Feuerpolizei, Lebensmittelinspektorat, Behörde für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Beratungsstelle für Unfallverhü

 

   
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